Für ein 1-Zoll-Foto ins Studio zu fahren und Studiopreise zu zahlen, ergibt 2026 keinen Sinn mehr. Ein Passbild hat genau drei Anforderungen — exakte Maße, ein sauberer Hintergrund, die richtige Haltung — und ein Browser erledigt die ersten beiden präziser als jeder Techniker. Hier ist der komplette Ablauf.

Schritt 1: Die richtige Größe kennen

Passbilder & Bewerbungsfotos selbst machen (2026): Größen, Hintergründe, Drucken — visual 1
Schritt 1: Die richtige Größe kennen
Verwendung Format mm Pixel @300 DPI
Lebensläufe, Ausweise 1 Zoll 25×35 295×413
Die meisten Visa, Sozialkarten 35×45 35×45 413×531
Zeugnisse, Urkunden 2 Zoll 35×49 413×579
Chinesischer Reisepass 33×48 390×567
US-Reisepass/Visum 2×2" 51×51 600×600
Japan-Visum 45×45 531×531

Nichts davon muss man auswendig lernen — der Passbild-Generator hat alle Formate als Voreinstellungen. Im Zweifel wählen Sie 35×45 mm: das weltweit am breitesten akzeptierte Format.

Schritt 2: Ein „Rohfoto" mit dem Handy aufnehmen

Passbilder & Bewerbungsfotos selbst machen (2026): Größen, Hintergründe, Drucken — visual 2
Schritt 2: Ein „Rohfoto" mit dem Handy aufnehmen

Keine Ausrüstung nötig, drei Regeln:

  1. Eine gleichmäßig beleuchtete Wand suchen. Die Farbe ist egal — der Hintergrund wird ohnehin ersetzt. Entscheidend ist gleichmäßiges Licht.
  2. Mindestens einen halben Meter Abstand halten. Direkt an der Wand wirft man einen harten Schatten; Abstand macht ihn weich, und der KI-Zuschnitt wird sauberer.
  3. Kamera auf Augenhöhe, Rückkamera plus Selbstauslöser, oder jemanden bitten. Frontale Weitwinkelobjektive verzerren Gesichter aus der Nähe.

Die Haltungsvorschriften variieren je nach Behörde; die sichere Universalregel: Gesicht frontal, Augen offen, Mund natürlich geschlossen, Augenbrauen und Ohren sichtbar, keine getönten Brillen.

Schritt 3: Hintergrund ersetzen — KI, direkt im Browser

Ziehen Sie das Foto in den Passbild-Generator, wählen Sie das Format, verschieben und zoomen Sie, bis der Kopf richtig sitzt (etwas Luft über dem Haar; Kinn bei etwa zwei Dritteln der Höhe), dann klicken Sie auf Weiß, Blau oder Rot.

Was dabei im Hintergrund passiert: Ein Segmentierungsmodell (u2netp) läuft per WebAssembly direkt in Ihrem Browser, löst die Person vom ursprünglichen Hintergrund und setzt sie auf die Standardfarbe. Das Foto wird nie hochgeladen — und bei einem Bild, das an Ihre amtliche Identität gebunden ist, zählt das mehr als das Geld. Wenn Sie nur den transparenten Freisteller wollen, nutzen Sie den KI-Hintergrund-Entferner.

Die branchenüblichen Farben: Weiß #FFFFFF, Blau #438EDB, Rot #D8332A.

Schritt 4: Der Druckbogen-Trick

Labore verlangen für Passbilder Passbild-Preise — aber ein gewöhnlicher 10×15-Abzug (4×6") kostet nur Cents. Also:

  1. Klicken Sie auf „Druckbogen 4×6"" — acht 1-Zoll-Fotos, gekachelt mit gestrichelten Schnittlinien;
  2. Bestellen Sie ihn als ganz normalen 4×6"-Abzug, online oder am Automaten;
  3. Entlang der Linien schneiden.

Mit einem Heimdrucker liefert ein A4-Blatt ein Dutzend auf einmal. Eine Regel: mit 100 % Skalierung drucken. Lassen Sie den Drucker nie „an Seite anpassen", sonst verschieben sich die Millimeter.

Wann Sie trotzdem den offiziellen Weg brauchen

Manche Behörden verlangen einen offiziellen Aufnahmebeleg oder ein gestempeltes Studiofoto — prüfen Sie das vor der Einreichung. Für alles andere — Lebensläufe, Anmeldungen, die große Mehrheit der Visa — ist ein selbst gemachtes Foto vollständig regelkonform.

Machen Sie es einmal, und Sie werden sehen: Zwischen fünf Minuten und Studiopreisen steht nichts als das richtige Werkzeug.