Blättern Sie durch irgendein Familienalbum aus den 90ern, und fast jedes Foto trägt orangefarbene Ziffern in der Ecke: '98 12 25. Das war kein Filter — die Kamera hat das Datum buchstäblich mit einer Reihe winziger Lämpchen in den Film gebrannt. Dreißig Jahre später sind die Ziffern, die einst als „Bildstörung" galten, zum unverwechselbarsten Erkennungszeichen der Analog-Ära geworden.

Woher diese Ziffern kommen

Der Retro-Datumsstempel: Analogkamera-Ästhetik, richtig gemacht — visual 1
Woher diese Ziffern kommen

Die „Datenrückwände" der Filmzeit projizierten das Datum im Moment des Auslösens per LED in die Ecke des Films und belichteten es ins Bild — deshalb leuchtet es leicht, geht ins Orangerote und besteht aus dicktengleichen Ziffern im Siebensegment-Stil. Genau diese „Mängel" machen den Charme aus: Datum und Bild entstanden im selben Augenblick, untrennbar und fälschungssicher.

Digitalkameras verlagerten das Datum in die EXIF-Metadaten. Die Bilder wurden sauberer — und das Ritual der ins Bild gedruckten Zeit verschwand, bis die Retro-Welle es zurückbrachte.

Wer es nachbildet, braucht das echte Datum

Der Retro-Datumsstempel: Analogkamera-Ästhetik, richtig gemacht — visual 2
Wer es nachbildet, braucht das echte Datum

Die meisten „Vintage-Datum"-Sticker in sozialen Medien sind von Hand getippt — meistens falsch und sofort als Fälschung erkennbar. Der richtige Weg ist, das EXIF-Aufnahmedatum auszulesen: Das Feld DateTimeOriginal hält den Moment des Auslösens sekundengenau fest.

Genau das tut das Foto-Datumsstempel-Werkzeug: Es liest EXIF pro Foto, sodass eine Aufnahme von 2019 auch einen 2019er-Stempel bekommt; verarbeiten Sie einen ganzen Film im Stapel, und jedes Foto behält sein eigenes Datum. Fotos ohne EXIF (Screenshots, von sozialen Plattformen bereinigte Bilder) fallen aufs Dateidatum zurück, oder Sie tippen ein Datum für alle ein — etwa das Druckjahr eines Stapels eingescannter Abzüge. Neugierig, welche Metadaten Ihre Fotos tragen? Prüfen Sie es vorher mit dem EXIF-Viewer.

Vier Formate spiegeln vier Epochen von Kameragewohnheiten: das minimalistische 2026.08.06, das klassische Zitat '26 8 6, tagesvoran 6 8 '26 und ISO 2026-08-06. Vier Leuchtfarben — Orange, Rot, Gelb, Weiß — mit einstellbarer Größe und Ecke.

Jenseits der Nostalgie: drei Fälle, in denen es sich bezahlt macht

Gedruckte Alben. Dateinamen und EXIF bleiben auf der Festplatte; die einzige Zeitinformation, die mit dem Papier reist, ist das Datum im Bild. Zehn Jahre später muss niemand raten: „Welches Jahr war das?"

Baustellen- und Renovierungsdokumentation. Ein Datum im Bild ist unmittelbarer als ein Dateizeitstempel und deutlich schwerer anzufechten — unbezahlbar bei Versicherungsfällen und Abnahmestreitigkeiten.

Gescannte Archive. Ein Stapel Abzüge von 1995, heute eingescannt, trägt das EXIF von heute. 1995 eintippen, den Stapel einmal stempeln, und das Archiv datiert sich selbst.

Alles wird als Kopie exportiert — die Originale bleiben unberührt — mit ZIP-Download für Stapel. Wie bei jedem Werkzeug auf dieser Seite verlassen Ihre Fotos nie den Browser.