Im Juli 2026 begann Amazon, von Drittanbietern zu verlangen, ein Compliance-Tag — contains-synthetic-performer — zu jedem Produktbild, Video oder A+ Content hinzuzufügen, das KI-generierte Personen zeigt, und den Käufern einen Hinweis auf der Seite anzuzeigen, dass der Inhalt KI-generierte Personen enthält. Wenn Sie auf Amazon verkaufen und KI-generierte virtuelle Models verwendet haben, gilt diese Regel direkt für Sie.
Dieser Leitfaden legt es dar: woher die Regel stammt, was genau sie verlangt, welche Bilder gekennzeichnet werden müssen und welche ausgenommen sind, wo das Tag tatsächlich innerhalb der Datei liegt und wie man einen ganzen Stapel schnell verarbeitet.
Woher die Regel stammt: New Yorks Gesetz zum "synthetic performer"

Amazons Schritt folgt einem neu in Kraft getretenen Gesetz aus New York. Es verlangt, dass offengelegt werden muss, wenn eine Werbung einen "synthetic performer" — eine digital erzeugte Figur, die wie eine reale Person aussehen soll — anstelle eines echten Menschen verwendet. Das Gesetz zielt auf "digital erzeugte Medien, die als reale Person erscheinen".
Amazon als Plattform hat diese Verpflichtung an die Verkäuferseite weitergegeben: Sie erklären es beim Hochladen, und Amazon zeigt den Hinweis den Käufern an. Mit anderen Worten: Das ist keine einmalige Laune des Marktplatzes — es steht echte Gesetzgebung dahinter, also wird es so bald nicht verschwinden.
Die Anforderung: ein Keyword in die Metadaten schreiben

In der Praxis ist die Forderung konkret: Bevor Sie hochladen, schreiben Sie das Keyword contains-synthetic-performer in die Metadaten des Bildes.
"Metadaten" ist hier nicht der Dateiname — es sind beschreibende Informationen, die in die Bilddatei eingebettet sind. Die beiden Standardfelder sind XMP dc:subject und IPTC Keywords — dieselbe "Tags"-Zeile, die Sie unter Windows in Eigenschaften → Details sehen. Verschiedene Systeme lesen verschiedene Felder, daher ist es sicher, beide zu beschreiben.
Kein einziges Zeichen darf falsch sein. contains-synthetic-performer muss wortwörtlich geschrieben werden; ein versehentlicher Großbuchstabe, ein fehlender Bindestrich oder synthetic-performer allein, und die Plattform liest es möglicherweise nicht.
Was zu kennzeichnen ist und was nicht
Der Test ist klar: Wurde die Person im Bild von KI erzeugt?
Muss gekennzeichnet werden:
- Virtuelle Models, erstellt mit Tools wie Midjourney oder PixPix
- Model-Aufnahmen mit KI-Gesichtstausch oder KI-Outfit-Tausch
- Vollständig synthetische menschliche Produktbilder
Muss nicht gekennzeichnet werden (Amazon nimmt ausdrücklich aus):
- Fotos von echten menschlichen Models, auch wenn per KI retuschiert
- Charaktere aus TV, Videospielen und Filmen
Im Zweifel: Wenn die Person von KI erzeugt wurde, kennzeichnen Sie sie; wenn eine echte Person fotografiert wurde, nicht. Für feinere Grenzfälle — nur KI-getauschte Hintergründe, KI, die nur einen Teil des Bildes berührt — siehe Welche Bilder ein KI-Label brauchen.
Was passiert, wenn Sie es nicht tun
Ein nicht gekennzeichnetes Bild, das später als KI-Model-Nutzung erkannt wird, kann eine manuelle Prüfung, Bildablehnung oder Suchunterdrückung auslösen. Für grenzüberschreitende Verkäufer ist dies ein harter Compliance-Schritt, kein Nice-to-have. Das Kennzeichnen beim Hochladen schlägt eine erzwungene Nachbesserung später.
Wie man schnell konform wird
Metadaten Datei für Datei zu bearbeiten ist nicht realistisch. Der richtige Ansatz ist Stapelverarbeitung: einen ganzen Ordner in ein Tool ziehen, das Tag in einem Durchgang schreiben, jede Datei prüfen, dann herunterladen und hochladen. Für die genauen Schritte und wie man danach verifiziert, siehe die Anleitung: Wie man KI-Bilder für Amazon per Stapel kennzeichnet.
Wenn Sie noch keine KI-Model-Aufnahmen haben oder einen neuen Satz möchten, können Sie zuerst Produkt-Model-Bilder mit KI erzeugen und dann zurückkommen und kennzeichnen — zwei Schritte, um sowohl die Aufnahmen zu erhalten als auch konform zu listen.
Kurz gesagt
- Amazons Regel stammt aus New Yorks Offenlegungsgesetz zum "synthetic performer" — sie hat gesetzliche Rückendeckung;
- Sie verlangt,
contains-synthetic-performervor dem Hochladen in die Bild-Metadaten (XMP + IPTC) zu schreiben; - KI-generierte virtuelle Personen müssen gekennzeichnet werden; Fotos echter Personen (inkl. KI-retuschiert) und TV-/Spiel-/Filmcharaktere sind ausgenommen;
- Das Auslassen riskiert Ablehnung und Suchunterdrückung; ein Stapel-Tool erledigt einen ganzen Satz in Minuten.
